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Weihnachtsgesch 1...

An Weihnachten fand er das Leben wieder...

Weihnachtsgeschichte von Kurt Blaser

Er stand auf dem Friedhof. Ein kalter Nordwind blis Schneeflocken über das Land und zersauste seine Haare. Von der Autobahn drang leise Verkehrslärm herüber. Die Grabsteine standen wie Soldaten in Reih und Glied. Auf einem der kahlen Bäume sassen Krähen und krächzten vor Hunger.Der Mann stand da, die Hände in den Manteltaschen, das Gesicht rot vor Kälte und schaute auf ein Grab. Die Trostlosigkeit der Umgebung nahm er nicht wahr und auch den eisigen Nordwind spürte er kaum. Kilias sah nur den kleinen, mit Schnee bedeckten Hügel vor dem grauen Stein und die darin eingehauenen Worte "Maria Kilias - Gruber. Viel zu Früh."Wieder war Weihnachtstag. Vor zwei Jahren war seine Frau für immer von ihm gegangen. Nun war dieses verfluchte Fest wieder da. Dieses Mal konnte es Kilias kaum mehr ertragen, das Alleinsein, ohne den geliebten Menschen.Es schneite mehr. Schneeflocken blieben auf seinem Haar liegen und verbanden sich mehr und mehr zu einem weissen Teppich. Die Krähen flogen krächzend weg. Bei jedem Windstoss hörte man den Lärm der Autobahn etwas lauter.Vor fünf Jahren hatte Kilias seine Frau kennengelrnt. Sie trat damals als Sekretärin in den gleichen Betrieb ein, in dem er arbeitete. Blond, hübsch, lustig und unbekümmert war ihr Wesen. Es war beidseitig Liebe auf den ersten Blick gewesen. Mochte man doch das sentimental und unmöglich finden und darüber lächeln. Er aufjedenfall hatte eine solche Liebe erlebt und in vollen Zügen genossen. Nach einem Jahr hatten sie geheiratet. Wie ein Bild ging die schöne Zeit zu zweit noch einmal an Kilias vorbei.Beim Eingang des Friedhofs fuhren zwei Autos vor. Motoren wurden abgestellt und Türen zugeschlagen. Stimmen ertönten ,je nach der stärke des Windes, leiser oder lauter. Vermummte, schwarz gekleidete Gestalten verschwanden wie Gespenster zwischen den Gräbern. Dann war es bis auf den Wind und den leisen Verkehrslärm von der Autobahn, wieder ruhig.Vor drei Jahren hatte dann das Unheil angefangen. Maria wollte unbedingt ein Kind haben. Deswegen ging sie zum Arzt. Verstört kam Maria nach Hause. "Du sollst den Arzt anrufen", sagte sie. Der eröffnete Kilias klar und brutal: Krebs, höchstens noch ein Jahr zu leben. Die Zeit war für Beide furchtbar. Maria bekam bald mehr und mehr Schmerzen und zerfiel in sich. Hilflos und ohnmächtig musste er zuschauen. Sechs Tage vor Weihnachten zerbrach eine Welt für Kilias. Seine geliebte Frau war tot.Die zwei Autos fuhren wieder ab. Ihre Räder knirschten im Schnee. Der Wind blies weiterhin kalt und die Schneeflocken wirbelten herum. Der weisse Teppich auf Kilias Haaren war höher geworden. Er schaute auf die Uhr und spürte nun doch plötzlich wie die Kälte seinen Körper durchdrang. Er machte sich auf den Weg in die Stadt. Langsam, in Gedanken versunken, ging Kilias durch die Reihen der schneebedeckten Gräber, dann am wie nackt dastehenden Krematorim vorbei, hinaus zum breiten, aus schwarzen Gitterstäben mit vergoldeten Spitzen, bestehenden Tor.Im Bus, welcher ihn in die Stadt brachte, waren fast keine Leute, den es war der 25. Dezember, also Weihnachten. Erst bei der nächsten Haltestelle stiegen einige lachende und schwatzende Jugendliche ein. In der Stadtmitte stieg Kilias aus. Wo sollte er auch hin? Er hatte eine wohnung aber kein Zuhause. Langsam schlenderte er durch die Strassen. Ueberall war eine festliche Beleuchtung. Echte und künstliche Weihnachtsbäume strahlten ihr Licht aus. Doch Kilias sah dieses Licht nicht, so wie er auch die Geschenkauslagen in den Schafenstern nicht bemerkte. Vor seinen Augen stand immer nur ein weisser Hügel mit einem grauen Stein und eingemeisselter Inschrift. Er nahm auch die wenigen Menschen nicht wahr, die noch hastig durch die weihnachtsgeschmückten Gassen liefen, möglichst schnell nach Hause wollten, nach Hause, nach Hause ... (Fortsetzung siehe Weihnachtsgeschichte 2)



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